Herkunft von kaufen

Das Verb „kaufen“ ist aus dem Lateinischen ins Deutsche gelangt, und das schon sehr früh, zu Zeiten der alten Germanen. Die haben sich nämlich schon um Christi Geburt herum mit dem römischen „caupo“ auseinandergesetzt, dem Schankwirt bzw. Krämer.
 
Der die römischen Legionen begleitende Schank- und Kantinenwirt (caupo) spielte im Handelsverkehr mit den Germanen eine bedeutsame Rolle. Er handelte nicht nur mit dem bei den Germanen sehr begehrten Wein, sondern er war darüber hinaus der Klein- und Gelegenheitshändler schlechthin.
 
Eventuell geht „kaufen“ aber auch direkt auf das lateinische Verb „cauponari“ zurück, was so viel heißt wie „mit etwas schachern, feilschen“.

Hätten Sie’s gewusst?

Manager und managen
 
Vor allem in den letzten Jahrzehnten sind eine Menge Wörter aus dem Englischen und Amerikanischen ins Deutsche gelangt. Viele dieser Fremdwörter und Lehnwörter gehen aber letztlich auch auf das Lateinische zurück. Das gilt z. B. für die schon recht lange im Deutschen beheimateten Wörter „Manager“ und „managen“.
 
Im 19. Jahrhundert verdrängt „Manager“ zunächst in der Bedeutung „Regisseur, Leiter einer Bühne“ mehr und mehr das italienische „Impresario“, ab 1900 etwa wird „Manager“ dann auch im Sinne von „Leiter einer wirtschaftlichen Einheit (Unternehmen, Abteilung)“ verwendet.
Ebenso taucht Ende des 19. Jahrhunderts schon das Verb „managen“ im Sinne von „leiten, verwalten“ im Deutschen auf. Das beiden Wörtern zugrunde liegende englische Verb „to manage“ geht auf das italienische „maneggiare“ (= handhaben, gebrauchen, lenken) zurück, in dem italienisch „mano“ (= Hand) steckt. Und diese italienische Hand hat – jetzt sind wir endlich beim Lateinischen angekommen – ihren Ursprung in der lateinischen, nämlich in „manus“.

Dpto. de Alemán

EOI de Roquetas de Mar.

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